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Klassik leben in Graz

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Hier berichtet KliG aus dem Kulturleben in Graz und wir stellen vor, was uns besonders erwähnenswert erscheint: Reinschauen lohnt sich immer!

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  • Letzter Beitrag: 8.3.2010 15:50
  • Veröffenlticht seit: 18.2.2010 16:41

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8.3.2010 15:15

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Best of KUG - Sendung der Ö1-Reihe "Ton-Art"

Der "Best of..." Abend der KUG im Giörgy-Ligeti-Saal des Mumuth war wirklich ein Erlebnis! Nachzuhören voraussichtlich auf Radio Steiermark in "Kultur spezial" am Sonntag, 14. März um 20:00 Uhr und in Ö1 am Dienstag, 4. Mai im "Konzert am Vormittag" um 10:00 Uhr.
Den ernsten, nachdenklichen ersten Teil des Abends eröffneten gleich Lidiya Filevych (Sopran) und Yuki Hoshina (Klavier) mit vier der "Six Sonnets" op. 34 von Viktor Ullmann: Einem virtuos-intensiven "Statement" aus dem Jahr 1941, wie der Moderator Franz Josef Kerstinger betonte. Ullmann, der 1898 geborene, tschechisch-österreichsiche Komponist hatte als Texte sechs Sonnette der französischen Renaissance-Dichterin Louïze Labé verwendet und die Lieder seiner Frau gewidmet. Sie atmeten "Freiheit in Geist und Haltung", so schreibt Prof. Dorschel im KUG-Programmheft. Viktor Ullmann wurde 1942 mit seiner Familie in Theresienstadt interniert, war dort weiter intensiv als Musiker und Komponist tätig und wurde schließlich 1944 in Auschwitz ermordet.
Es folgten die "Sieben Romanzen nach Gedichten von Alexader Blok", op. 127 von Dimitri Schostakowitsch, einem meisterlichen Spätwerk, das, eigentlich anläßlich der Feierlichkeiten zu "50 Jahre Oktoberrevolution" 1967 in Moskau in Auftrag gegeben, den Vorstellungen der sowjetischen Machthaber ganz und gar nicht entsprach. Es handelt sich um eine kammermusikalische Reflexion über Treue, Liebe, Wahrheit, Einsamkeit und Tod - beeindruckend interpretiert von Marianna Szivkova, Sopran und dem "Colombram-Trio" (Catalina Sureda-Colombram, Violine - Lana Berakovic, Violoncello und Bea Acs, Klavier).
Den zweiten Teil gestaltete zunächst das ungarische "Trio Duecento Corde" (Adrás Tallian, Violine - Ibolya Nagy, Violoncello und Janos Szabo, Klavier) mit einer temperamentvollen Interpretation des Klaviertrios c-moll, op. 66 von Felix Mendelssohn-Bartholdy, bevor zum Abschluß vier Schlagzeuger das Publikum noch einmal richtig "rockten": Mit dem "Lamento e daza barbara for solo marimba and Percussion Trio" von Nebojsa Jovan Zivkovic (geb. 1962).

Die Ganze Vielfalt der "Klassik" an einem tollen Abend! Und dabei war dies gewissermaßen nur die Spitze des "Eisberges" KUG, an der insgesamnt ca. 2000 Studierende u.a. die Zukunft der Klassik gestalten. Dass Lidiya Filevych zu dieser Spitze zählt, unterstreicht voraussichtlich am am 25. März die Verleihung des diesjärigen "Ira-Malaniuk-Förderpreises" an die vielversprechende Nachwuchssängerin. Mehr dazu demnächst bei KliG!

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18.2.2010 16:41

KliG!

Beflügelnde Arien...

Das war quasi die Geburtsstunde von "Klassik leben in Graz": Die komplette Gruppe in einem Konzert! Zwei Mitglieder auf der Bühne (Olga und Nadiya ) und drei im Publikum (hohes C , marguerite und Lidiya ). Das Konzert unter dem Titel "Arien auf ibunten Flügeln" (siehe Termin ) im Salon Erfurt (sie Spielort ) war noch dazu mit 70-80 Zuhörern so gut wie ausverkauft.

Wie hohes C schon in seiner Termin-Bewertung vermutet hatte, war der Abend nichts für Zartbesaitete, d.h. selbst die hartgesottenen Gesangs-Freaks von "Klassik Leben in Graz" waren vom hochkonzentrierten emotional-musikalischen Input derart beflügelt, dass man auch beim anschließenden Chill-Out im KliG-Hauptquartier noch lange nicht müde wurde...

Was war auch nicht alles zu hören gewesen: von Mozarts Susanna, Gunods Juliette über Massentes Charlotte zu Puccinis Mimi wieder zu Gunods Sappho, Bizets Michaela ebeso wie natürlich ihre Gegenspielerin Carmen, Tschaikowskis Polina, Olga,... Rusalka, Giuditta, Orlowski, Hanna Glawari... und dann noch die Duette Lisa/Polina (Tschaikowski), und als Zugabe das in dieser Besetzung natürlich Unvermeidliche: Die Barcarole aus Hoffmanns Erzälungen von Offenbach. Noch dazu nett in Szene gesetzt mit Masken und Laternen, was ebenso wie auch die jeweils zur Arie passenden, verschiednenen Roben der beiden Damen Erwähnung verdient.

Zum Glück bereichterte der Klavierbegleiter Prof. Donauer dieses den kleinen Salon schier sprengende Programm mit eigenen Kompositionen: Rezitationen poetischer Texte mit Klavier, die als hintergründig-reflexiver Kontrapunkt hervorragend funktionierten.

Hohes C konnte natürlich nicht umhin zu bemerken, dass beide Sängerinnen im französischen Repertoire noch ein paar Schwächen zeigten. Wer aber eine Besetzung für die Partien der Susanna (Mozart, nozze di Figaro), der Giuditta (Léhar, Giuditta) der Hanna Glawari (Léhar, Lustige Witwe) sucht, dem legt er Olga Czerwinski wärmstens ans Herz. Gleiches gilt für die Partien des Orlowski (Strauß, Fledermaus) und der Olga (Tschaikowski, Eugen Oniegin) für Nadiya Khaverko. Klassik Leben in Graz jedenfalls dankt für den schönen Abend und wünscht beiden Sängerinnen viel Erfolg beim Vorsingen!

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