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Es gibt heute drei Internet-Giganten, die momentan das Geschehen rund um das Internet dominieren: Apple, Facebook und Google. Während Apple mit dem iPhone und möglicherweise mit dem iPad den Prototyp des Endgerätes vorgelegt und damit die letzte Runde der weltweiten Verbreitung des Internet eingeleitet hat, sind Google und Facebook so etwas wie Branchenbuch und Telefonbuch des www geworden. Beide sind auf ihrem Gebiet Monopolisten – und das ist überraschenderweise gut so!
Heute ist buchstäblich jedermann im Internet präsent: Unternehmen, Regierungen, Vereine und Organisationen haben ihre Websites, auf denen sie informieren, sowie Produkte und Dienstleistungen abrufbar machen. Mittels Suchmaschinen, wie beispielsweise Google sind wir fast immer in der Lage das zu finden, was wir suchen. Suchmaschinen ersetzen sozusagen das gute alte Branchenbuch, in dem ich nach Angeboten und Informationen suchen kann.
Mit dem sogenannten Web 2.0, welches heute eher unter dem Namen Social Media bekannt ist, entwickelte sich das Internet einen Schritt weiter hin zu Sozialen Netzwerken und Netzgemeinschaften, die als Plattformen zum gegenseitigen Austausch von Meinungen, Eindrücken und Erfahrungen dienen. Aber was viel revolutionärer ist, erst durch Social Networks, das bekannteste Beispiel heute ist Facebook, haben auch Privatpersonen im breiten Stil begonnen, im Internet präsent zu sein. Viele Menschen sagen mir: Ich weiß nicht, wofür Facebook eigentlich gut ist, aber hier finde ich die meisten Leute, mit denen ich je zu tun hatte. Genau dafür ist Facebook gut: Es ersetzt das gute alte Telefonbuch.
Zusammengefaßt heißt das: Wenn das Internet der Nachfolger von gleichzeitig Telefon, Fax, Telex, Telegramm, Videokonferenz und Brief ist (oder immer mehr dazu wird), dann sind Google und Facebook Verzeichnisdienstleister, wie bisher Branchenbuch („Gelbe Seiten“) und Telefonbuch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Daraus folgen einige interessante Prognosen:
Für den Nutzer des Internet sind beide Dienste umso wertvoller, je umfassender und damit monopolistischer sie sind. Es ist also kaum mit direkten Konkurrenten zu rechnen es sei denn, einer von beiden wird gekauft, aber dann heißt der Monopolist nur anders.
So lange keiner von beiden seine Macht zu aggressiv nutzt, was im Internet sofort massenhaft abgestraft wird und beiden schon passiert ist, werden beide Anbieter stabil ihre Position wahren können, da sie nicht zwei Anbieter unter vielen sind, sondern ein elementares Grundbedürfnis abdecken.
Beide Unternehmen haben zwei mögliche Stoßrichtungen:
Einer könnte den anderen kaufen. Google war für Facebook jedoch bisher zu teuer und Facebook ist seit der Beteiligung von Goldman Sachs ebenfalls so teuer geworden, dass diese Option bis auf weiteres ausfällt. Sie können versuchen, dem jeweils anderen das Geschäft durch eigene Anwendungen abzugraben. Google versucht das mit Gmail, Bookmarks und anderen Tools, Facebook seit ein paar Monaten mit eigenen Werbeangeboten und einbindung von Suchmaschienenergebnissen. Diese Bemühungen werden noch durch die Erweiterungen eigener Angebots verstärkt. Bedeutsam ist hier, dass Google YouTube gekauft hat. Die Integration mit YouTube ist aber auch für Facebook wichtig. Für den Nutzer ist es letztlich unwichtig, so lange alle gewünschten Funktionen beider Unternehmen möglichst einfach und parallel zu nutzen sind und so lange keiner seine Macht zu stark ausnutzt.
Was bedeutet das für alle anderen Internetangebote mit starkem Communityaspekt?
Entweder man versucht wie MySpace, Konkurrenz zu Facebook zu werden, was vermutlich schief gehen würde (weswegen auch YouTube auf diesen Weg verzichtet hat und einfach als Anbieter einer technischen Leistung für das veröffentlichen von Videos sein Heil unter dem Dach von Google sucht) oder man versucht ein Aggregator für ein bestimmtes Thema zu werden, das Kunden über beide Wege bekommt (eBay). Gewissermaßen versuchen solche Unternehmen die erste Position in einer oder verschiedenen Rubriken der „Gelben Seiten“ im Internet zu sein. Genau diesen Weg geht Monalvo: Das Klassikpublikum findet Monalvo über Google und Facebook und bekommt hier nahezu alles, was mit Klassik zu tun hat.
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