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Klassik-Rezensionen aus Publikumssicht.
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AUFNAHME DER WOCHE
9.5.2012 22:16Johann Sebastian Bach: Cembalowerke 'Raritäten für das Cembalo' Dieser CD-Titel „Raritäten für das Cembalo“ verspricht viel - dies war auch der Grund, weshalb ich diese unbedingt hören wollte - und kann auch vieles davon halten, jedoch nicht alles. weiter lesen
Schön ist die Stückauswahl, welche leider nicht nur die versprochenen Raritäten beinhaltet, sondern auch einige bekanntere Werke von Bach (Toccata, Choral und Präludium). Die Interpretation der bekannten Werke bietet, meiner Meinung nach, nichts außergewöhnliches bzw. hebt sich kaum von anderen ab. Das Interessanteste sind die Fantasie und Fuge BWV 905 und die Fantasie BWV 920. Nach Angabe des Interpreten Cristiano Holtz sollen beide Weltersteinspielungen sein, allerdings ist dies nicht korrekt. Nichtsdestoweniger ist hier das „südamerikanische/brasilianische“ Temperament von Cristiano Holtz sehr schön zu hören und - im Gegensatz zu den anderen Stücken - auch passend. Bei den anderen Stücken ist dieses Temperament fast ein wenig „too much“ und will für mich nicht recht in meine Vorstellung des Barockklangs und -interpretation passen.Herauszuheben ist noch der Gesamtklang der Aufnahme und des Cembalos. Diese wurde in der „British Church“ in Lissabon aufgenommen und bietet einen wunderbaren weichen und runden Klang. Mein Fazit: Eine nette Aufnahme eines technisch sehr guten Cembalisten, bei der es leider immer wieder an Individualismus fehlt.
Diese Rezension wurde von "Caroline Lichtenberger" verfasst. |
» ... damit GOttes Ehr befördert werde « - Werke von Meinrad Spiess
10.5.2012 15:30Manchmal frage ich mich, durch welchen Zufall ein Barockkomponist irgendwann zwischen 1850 und heute wiederentdeckt wurde, während sein bedeutender Zeitgenosse noch unbekannt ist. Bei Meinrad Spieß dürfte es wohl damit zu tun haben, dass er als Mönch und Kirchenmusiker ausschließlich katholische Kirchenmusik komponiert hat. weiter lesen
Zwar war es nach dem Traditionsabriß in den deutschsprachigen Ländern nach der Säkularisation bald wieder Mode, mindestens eine Messe im Leben zu komponieren (z.B. Weber, Nicolai), aber so ganz hat sich die Pflege von dem Schlag ebenso wenig erholt, wie das klösterliche Schulwesen. Und das Zeitalter der Musikaufnahme geht ohnedies mit einem ständigen Niedergang der kirchliche Kultur einher. Zwar hat die klassische Kirchenmusik hierzulande durchaus noch in der Kirche einen großen Stellenwert, aber im Konzertsaal hat sie es, bis auf ein Dutzend Werke, doch eher schwer. Was nun wiederum Spieß besonders verdächtig macht: Er war sicher kein Neuerer. Stilistisch bewegt er sich zwischen Schütz und den Bach-Söhnen. Die Musik von Spieß hätte nun eine stärkere Beachtung wirklich verdient, in der Kirche und außerhalb. Denn gerade aus dieser Epoche wird wenig katholische Kirchenmusik aufgeführt. Mit ihm könnet eine musikalische Sprache wieder in die Liturgie zurückkehren, die eher unterrepräsentiert ist. Spieß ist ein exzellenter Komponist, nicht wirklich kontrastreich, aber er schöpft das Repositorium seiner Zeit gekonnt aus. Auch wenn man gegen die Aufnahme Bedenken haben kann (Knabenchor ist nicht meine Sache und Laisensänger als Solisten sind für die Wiedererweckung eines Komponisten die falsche Wahl - und wenn, dann muß man sie genauer führen), sind die Werke für den Freund der Kichenmusik, aber noch mehr den Kirchenmusiker ganz sicher ein interessante Anregung. Ich jedenfalls wünsche mir weitere Aufnahmen mit Werken von Spieß, aber mit mehr Leidenschaft.
Diese Rezension wurde von "Sixtus Beckmesser" verfasst. |
Francisco Correa de Arauxo
10.5.2012 16:12Orgelmusik gehörte bis jetzt nicht zu meiner CD-Sammlung, mir gefallen eher Gesangsstücke wie Oper und Lieder. Hier also war meine Chance: Francisco Correa de Arauxo, 1584 – 1654, Mönch, Organist und Komponist. weiter lesen
Seine größte Hinterlassenschaft ist seine Orgelschule und aus dieser spielt Roland Götz. Technisch einwandfrei - man kann sich wahrlich vorstellen wie seine Finger über die Orgel-Manuale gleiten. Francisco Correa de Arauxo`s Werk gehört zu den seltener gespielten, fasziniert aber durch eine Ansammlung von Läufen und Bewegungen, die in Roland Götz`s Aufnahme eine innere Ruhe ausstrahlen. All-in-all eine technisch hochversierte Aufnahme. Sie geeignet sich für Liebhaber und Einsteiger und für Feierabend und Entspannung. An manchen Stellen wäre ein wenig mehr Leidenschaft und eine abwechslungsreichere Artikulation wünschenswert, daher nur 4 Sterne. Diese CD macht Lust auf mehr!
Diese Rezension wurde von "CCCHWPK" verfasst. |
AUFNAHME DER WOCHE
1.5.2012 14:32Pentanemos Bläserquintett: "Was mag der Grund sein?" - Taffanel, Tomasi, Milhaud, Lemke, Berio Also diese CD hat mich veranlasst, mal gleich ein paar bessere Boxen an die Steroanlage anzuschließen. Nich weil mehr Lautstärke gefragt gewesen wäre, sondern um den wunderbar transparenten, klaren, farbenreichen Klang (noch) besser genießen zu können. weiter lesen
Den jungen Musikern vom PentAnemos-Quintett ist hier zudem eine äußerst ansprechende Zusammenstellung von Werken des 19., des 20. und des 21. Jahrhunderts gelungen. Der Einstieg gelingt mit einem Quintett von Paul Taffanel leicht und beschwingt - laut ansprechendem Booklet quasi das Ur-Stück für Bläserquintett, eine Besetzung, die sich erst Anfang des 19. Jahunderts etablierte. Zuvor, so spricht zumindest meine Hörerfahrung, gab es bereits v.a. Harmoniemusiken. Denn ich bin ein großer Fan der Fassungen von Mozarts Opern für Harmoniemusik. Diese lassen einem die reichhaltige musikalische Substanz der Werke nochmals in einem völlig neuen Licht, eben kammermusikalisch durchscheinend, erleben. Zum Glück aber beschränkt sich die Zusammenstellung PentAnemos nicht nur auf klassisch Eingängiges. Bereits bei Henri Thomas "Cinq danses" stößt man mit wunderbar schwebenden Klangverdichtungen in die nächste Dimension des Klangerlebens vor, um über Darius Milhaud zu Sascha Lino Lemke, geb. 1976 vorzustoßen, der dann endlich wirklich alle Klangmöglichkeiten für seine "Esquisses fumeuses" ausschöpft. Bis schließlich "Opus number Zoo" von Luciano Berio den Rausschmeißer gibt, bei dem sich das Quintett in vokalen Soli als oberbayrisch - oberfränkisch - plattdeutsch - badisches Ensemble entpuppt. Aus einem der auf diese Weise bunt schillernd "eingedetuschten" Texte stammt auch der CD-Titel: "Was mag wohl der Grund sein?". Mir egal, möchte man antworten, Hauptsache ist, dass ihr diese CD aufgenommen habt - vielen Dank.
Zur Aufnahme Diese Rezension wurde von "RTH" verfasst. |
Felix Mendelssohn Bartholdy: Symphonie Nr.2 "Lobgesang"
1.5.2012 14:58Als ich gesehen habe, das Mendelssohns Sinfonie Nr. 2 zur Rezension ausstand musste ich einfach sofort zuschlagen. Aus drei Gründen. Grund Nummer eins war, dass diese quasi tagesaktuell vom Gewandhausorchester Leipzig zum 85. Geburtstag S.H. Papst Benedikts XVI. weiter lesen
unter Ricardo Chailly am 20. April 2012 in der Audienzhalle des Vatikans gespielt wurde. Grund Nummer zwei, die Tatsache, dass ich dieses Konzert selbst besucht habe. Und Grund Nummer drei sind die Ausführenden. Also die Heidelberger Sinfoniker unter Thomas Fey und Eleonore Marguerre. Als „Heidelberger Altstädter“ kenne ich dieses Orchester als eine Kulturinstitution und freue mich jedes Jahr über das Neujahrskonzert oder über die Auftritte des orchestereigenen Ensembles „La Passione“.Ich kannte zwar die zweiten Sinfonie von Mendelssohn schon vorher, aber wirklich großer Beliebtheit erfreuen sich ja eigentlich nur die Vierte („Italienische“) und die Dritte („Schottische“), manchmal bekommt man auch noch die Fünfte („Reformationssinfonie“)zu hören. Bei dieser Aufnahme der Heidelberger Sinfoniker handelt es sich, meiner Meinung nach, um eine gelungene Aufnahme dieser Sinfonie-Kantate. So besteht sie aus drei rein instrumentalen Sinfoniesätzen zu Beginn und dem zweiten Teil für Soli, Chor und Orchester. Dieses „geistliche Werk“ 1839/40, für den ganz weltlichen Anlass der Vierhundertjahrfeier des Erfindung der Buchdruckerkunst komponiert, vereint geschickt die weltliche und geistliche Thematik. Deshalb ist es sehr erfreulich, dass bei der Interpretation auf jegliche falsche Feierlichkeit und religiösen Pathos verzichtet wurde. Die appellativen und auch die affirmativen Passagen (z.B. der Choral „Alles, was Odem hat, lobe den Herrn“) werden nicht stürmisch bekennend gesungen, genauso wie die erzählenden Passagen keinen belehrenden Unterton haben. Markus Schäfers Rezitativ und „Saget es, die ihr erlöset seid“ und Arie „Er zählet unsere Tränen“ sind geradezu beispielhaft dafür: mit dem nötigen Affekt, ganz im Oratorienton gehalten, aber ohne falsche Nachdruck. Ebenso das Duett „Ich harrete des Herrn“ der beiden Soprane Eleonore Marguerre und Ulrika Strömstedt.Thomas Fey widmet den sinfonischen und den oratorischen Aspekten des Werkes die gleiche Aufmerksamkeit. Er sorgt für eine Balance und Deutlichkeit und vermeidet so eine Überdramatisierung des Werkes. Auch ist der Klang der Aufnahme natürlich, voll und äußerst präsent. Hier hat man beim Hören der CD deutlich mehr Freude am Gesamtwerk, als das noch beim Live-Konzert der Fall war - dieser Umstand ist allerdings der Heidelberger Stadthalle geschuldet.Kurz und gut: Eine gelungene und sehr schöne Aufnahme von Mendelssohns zweiter Sinfonie, welche mir besser gefällt als die Aufnahmen mit Kurt Masur als Dirigient oder Anne Schwanewillms als Solistin.
Zur Aufnahme Diese Rezension wurde von "Caroline Lichtenberger" verfasst. |
Joseph Haydn: Symphonien Nr.90 & 92
1.5.2012 15:09Heidelberger Sinfoniker, Thomas Fey Voraussetzen muss ich, dass ich nur Laie bin und deswegen keine fachliche Kritik geben kann. Trotzdem traue ich mir durch bisher zahllos gehörte Musikstücke und durch meine 38 jährige Mitgliedschaft in der Singakademie Dresden e. V. zu, diese CD zu beurteilen. weiter lesen
Diese CD hat eine ausgesprochen gute Klangqualität. Ebenso entspricht das Beiheft der CD meinen vollen Erwartungen. Aus der Einführung zum Werk kann man sich gut in diese Musik einfühlen. Klar sind auch die Vorstellungen des Dirigenten und und der Heidelberger Sinfoniker. Diese Aufnahme darf man weiteste Verbreitung wünschen, ein rundherum ansprechendes Werk!
Zur Aufnahme Diese Rezension wurde von "Lothar Keydel" verfasst. |
W.A.Mozart: Gran Partita, c-Moll Serenade
2.5.2012 21:58grandiose Aufnahme der Bläserserenaden Nr.10 (Gran Partita) und 12 (Nacht Musique) von Mozart. Es spielen die Bläsersolisten der KlangVerwaltung, die mit ihrem leichten, unaufgeregten Spiel den Hörer sofort in ihren Bann ziehen. weiter lesen
Die herrliche Musik von Mozart wird durch den weichen Bläserklang zu einem Bad der Entspannung. Ein informatives und interessantes Booklet runden diese CD ab. Mein Fazit: absolut gelungen!
Zur Aufnahme Diese Rezension wurde von "Miriam Puschnig" verfasst. |
AUFNAHME DER WOCHE
28.4.2012 18:25Antonio Salieri: Ouvertüren & Bühnenmusik Stimmt schon: Salieri kenne ich aus dem Film „Amadeus“ und ging auch davon aus, dass er ein unbedeutender Nebenklassiker ist. Dann gibt es noch eine Oper „Mozart und Salieri“ von Rimsky-Korsakow, aber dass es die gibt, weiß ich auch nur, weil ich mal den ganzen Opernführer durchgeblättert habe. Vor ein paar Jahren hat dann Cecilia Bartoli ein Salieri-Album herausgebracht. weiter lesen
Das höre ich immer wieder mit atemloser Begeisterung an, aber vor allem wegen der unglaublichen Technik und ihrer cholerischen Interpretation. Was sie singt, ist eigentlich unwichtig. Zu Salieri habe ich also ein Vorurteil, aber keine Kenntnis.
Als jetzt diese Aufnahme zur Rezension ausgeschrieben wurde, habe ich mich aus drei Gründen sofort mit heißerem Aufschrei darauf gestürzt. Erstens wollte ich mehr von Salieri hören. Zweitens verheißt eine Grammy-Empfehlung fast immer, dass die Aufnahme im besten Sinn unterhaltsam ist. Drittens ist Thomas Fey ein Dirigent, wie ich ihn mag: Nichts gegen wissenschaftliche Erarbeitung einer Interpretation, aber es soll eben auch mit eigenem künstlerischem Ausdruck musiziert werden. Ich mag es, wenn man die Leidenschaft für ein Werk durchhört. Beim Durchblättern des Booklets habe ich dann so bei mir gedacht, dass es doch seltsam ist, dass fast jedes Jahr Komponisten Wiederauferstehung feiern (vor zwei Jahren z.B. der Ingolstädter Johann Simon Mayr, wie Salieri zu Lebzeiten enorm erfolgreich, danach vergessen, dessen Oper Medea in Corinto von der Bayerischen Staatsoper mit Erfolg wieder aufgeführt wurde), ein Komponist wie Salieri aber, der zu seiner Zeit auf Augenhöhe mit dem Dreigestirn der Wiener Klassik war (und zwar auch in deren Augen), immer noch als unbedeutend gilt. Da ist es natürlich eine gute Idee von Fey, gerade mit Ouvertüren und Bühnenmusiken einen neuen Versuch zu machen. Da erwartet man schon allein durch die Gattung abwechslungsreiche, effektvolle Werke, bei denen der Komponist, insbesondere wenn er vor allem wie Salieri Opernkomponist war, sein ganzes Können sorgfältig zur Entfaltung bringt. Ich wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil! Jede Minute begeistert. Die Musik ist wie eine Mischung von Händel und Haydn. Händel meine ich nicht stilistisch, sondern weil die Händel-Opern auf die Wirkung im Publikum, auf den Effekt hin konzipiert sind, ohne dabei irgendwelche Qualitätskonzessionen aufzuweisen. Was mich an Haydn erinnert, ist zum einen, dass die Musik von Salieri besonders klassisch klingt, also eben stilistisch näher bei Haydn als bei Beethoven liegt. Zum andern aber ist Haydn wie Salieri ein Komponist, der sehr abwechslungsreich komponiert - ich weiß nicht, wie ich’s besser sagen soll. Die Symphonien und die Messen von Haydn überraschen den Hörer immer wieder durch Effekte, Klangfarben, Zitate kurz überraschende, kompositorische Einfälle. Man sitzt eigentlich bei Haydn wie bei Salieri die ganze Zeit da und wundert sich, was ihm da wieder Originelles eingefallen ist. Es ist für mich unmöglich, mich bei dieser Aufnahme auch nur eine Minute zu langweilen. Und das verdanke ich neben Salieri selbst auch Thomas Fey und seinem Mannheimer Mozartorchester. Natürlich habe ich nicht den Vergleich mit anderen Aufnahmen, aber man hört einfach, dass Fey dem Affen Zucker gibt und dafür sorgt, dass ein Maximum an Wirkung, die Salieri hinein komponiert hat, auch bei mir ankommt. Inzwischen höre ich die Aufnahme fast immer, wenn ich am Wochenende morgens aufstehe und Frühstück mache – damit der Tag schon mal gut losgeht. P.S.: Noch so eine Idee, die mir beim Korrekturlesen gekommen ist: Im 19. Jahrhundert wurde die Alte Musik bis einschließlich Mozart wiederentdeckt. Interessanterweise aber immer erst mal in dem Land, aus dem der Komponist stammte, sofern er dort auch gewirkt hat. Das steht natürlich auch in Zusammenhang mit der Popularität des Nationalismus. Man kennt in der Musik ja auch die nationalen Schulen, aber da gibt es eben auch einen ganzen gesellschaftlichen, ideologische Kontext. Meyerbeer, Mayr, Salieri warten vielleicht deswegen noch, weil für den bürgerlichen Hörer die ästhetischen Urteile des 19. Jahrhunderte immer noch ziemlich bindend sind. Was meinen Sie? Zur Aufnahme Diese Rezension wurde von "Sixtus Beckmesser" verfasst. |
Münchner Horntrio
28.4.2012 18:42Johannes Brahms, György Ligeti, Charles Koechlin Das Münchner Horntrio allein hat eine hervorragende Besetzung. Es besteht aus dem mehrfach international ausgezeichneten Pianisten Julian Riem, dem Ersten Konzertmeister der Bayerischen Staatsoper Markus Wolf und dem Solo-Hornisten des Bayerischen Staatsorchesters Johannes Dengler. weiter lesen
Ihnen gelingt es ihre Erfahrung und Leidenschaft in ihre Interpretation zu legen. Toll ist auch, dass Sie auf Instrumenten aus Brahms Zeit spielen: Julian Riem auf einem Bechstein-Flügel von 1862, Johannes Dengler auf einem Halari-Naturhorn von 1803 und Markus Wolf auf einer Stradivari von 1722.
Voller Engagement bringt das Trio tiefe Trauer und verschmitzte Fröhlichkeit zum Ausdruck. Brahms Horntrio ist ein wahrer Hörschmaus! Ligeti gehört zu den bekanntesten Komponisten des 20. Jahrhundert und prägte die Entwicklungen der modernen, ernsten Musik sehr. Dementsprechend hört sich auch sein Stück an: für einen an die Klassiker gewöhnten, Harmonie suchenden Hörer gewöhnungsbedürftig - jedoch exzellent gespielt. Koechlin führt den Hörer wiederum zurück in die Harmonien: wunderschöne Musik, fantastische Interpretation und tiefe Emotionen – eine wahre Freude! Alles in einem eine gelungene Mischung von modernem und klassischem, gespielt von hochwertigen Künstlern auf hochwertigen Instrumenten. Ich kann diese Aufnahme jedem empfehlen! Zur Aufnahme Diese Rezension wurde von "CCCHWPK" verfasst. |
Roland Götz
28.4.2012 18:56Lust auf Suiten Wunderbare Barockmusik für Cembalo! Roland Götz spielt sehr werkgetreu auf einem elegant klingenden Instrument insgesamt 4 Suiten. Die Englische Suite V von Bach und die Achte Suite von Händel haben mir am besten gefallen. weiter lesen
Aber auch die Parthia V von Gottlieb Muffat und die Poyhymnia von Johann Caspar Ferdinand Fischer (2 Komponisten, die ich vorher nicht kannte) fügen sich harmonisch in die Playlist ein. Die Interpretation ist sehr fließend, fast meditativ, könnte manchmal etwas unkonventioneller und überraschender sein. Mein Fazit: Wer Barockmusik und Cembalo gerne mag, für den ist diese CD genau das richtige!
Zur Aufnahme Diese Rezension wurde von "miriampuschnig" verfasst. |
